Vor Beginn der Tagesordnung informierten Andreas Zanier und Paul Jakomet in der Novembersitzung den Gemeinderat über die geplanten Maßnahmen im Schigebiet Meran 2000. Im Zentrum standen die notwendige Kapitalerhöhung für die neue Umlaufbahn auf den Kesselberg und weitere Investitionen. Die Gründe dafür liegen in gestiegenen Baukosten, dem umfangreichen Investitionspaket und engen zeitlichen Vorgaben. Zugleich wurde betont, dass Investitionen in die Seilbahninfrastruktur eine starke Wertschöpfung bringen und sowohl das Winter- als auch das Sommerangebot stärken. In der Diskussion ging es um Finanzierung, Förderprogramme, langfristige Planung, Barrierefreiheit, Sicherheit und die Auswirkungen der Klimaentwicklung. Über die Kapitalerhöhung wird der Gemeinderat in einer der nächsten Sitzungen entscheiden.
Anschließend startete die eigentliche Tagesordnung. Das Organigramm der Gemeinde wurde aktualisiert und an die derzeitige Struktur angepasst. Dazu gehört auch die Darstellung einer übergemeindlichen Führungskraft. Ebenso wurde der Entwurf des einheitlichen Strategiedokuments für die Haushaltsjahre 2026 bis 2028 genehmigt, der nach Verabschiedung des Haushaltsvoranschlags mit den endgültigen Zahlen ergänzt wird. Der Seniorenbeirat wurde gemäß Satzung neu bestellt. Parallel wird weiter an der Einrichtung eines Jugendbeirats gearbeitet.
Für die Sanierung der Masulbrücke wurde das Ausführungsprojekt genehmigt. Während der Planung zeigte sich, dass die vorgesehenen Mittel für eine Teilsanierung nicht ausreichen. Daher soll nun ein Gesamtprojekt umgesetzt und nach Finanzierungen gesucht werden. Einige Tage nach der Sitzung kündigte das Mobilitätsressort die notwendige Zusatzfinanzierung an. Auch das Ausführungsprojekt für den Austausch des Naturrasens durch Kunstrasen auf dem Sportplatz Schenna wurde genehmigt. Damit kann sich die Gemeinde rechtzeitig für ein mögliches zinsfreies Darlehen bewerben.
Der Gemeinderat bestellte zudem die neue Vertreterin der Gemeinden Tirol und Schenna im Aufsichtsrat der Meran 2000 Bergbahnen AG. Diese Aufgabe übernimmt die Rechtsanwältin Magdalena Ladurner.
Zum Abschluss informierten die Mitglieder des Gemeindeausschusses über die bevorstehende letzte Haushaltsänderung des Jahres. Mit dieser Anpassung werden wichtige Infrastrukturprojekte ermöglicht, die den Gemeinderäten näher erklärt wurden: das zweite Baulos der Trink- und Löschwasserversorgung, bzw. Abwasser und Glasfaser in Tall, die geplante unterirdische Stromverlegung in Tall, die Messungen zur Mobilität für die Ableitung weiterer Maßnahmen, die energetische Sanierung des Vereinshauses sowie weitere Maßnahmen bei Wasserleitungen, Abwasser und Gehsteigen. Erste Ideen zur Erweiterung des Friedhofs und zur Aufwertung des Rebenparks wurden ebenfalls angesprochen.